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Deutschland gegen Algerien WM-Ergebnis 2:1, Aufstellung

Veröffentlicht: Dienstag, 1. Juli 2014 um 8:25 Uhr

Heute Abend wird es auch für die deutsche Nationalmannschaft richtig ernst, wenn es im Achtelfinale zum Aufeinandertreffen mit dem klaren Underdog aus Algerien kommt. Die Favoritenrolle liegt natürlich klar auf Seiten der DFB-Elf, aber kampflos werden sich die Wüstenfüchse nicht ergeben. Schließlich wollen die Nordafrikaner, die das erste Mal überhaupt die Runde der besten 32 einer Weltmeisterschaft erreicht haben, weiter für Furore sorgen und Geschichte schreiben. In unserer Vorschau versorgen wir euch mit allen wichtigen Informationen zur Partie, den Aufstellungen und zeigen, wo und wann das Spiel Deutschland – Algerien live übertragen wird.
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Algerien? Das gleicht einem Freilos – wird sich der ein oder andere DFB-Fan oder vielleicht sogar auch Nationalspieler denken. Doch Bundestrainer Joachim Löw kann nur eindringlich Warnen und weiß, dass eine Pleite gegen den krassen Außenseiter eine unverzeihlicher Schock für ganz Fußball-Deutschland wäre. „Wenn jemand glaubt, man hat es im Achtelfinale mit einem vermeintlich leichten Gegner zu tun und kann den Fokus schon ein bisschen auf die nächste Runde richten, begeht er einen schweren Fehler“, mahnte Löw kurz vor der Reise zum Spielort Porto Alegre, wo heute Abend um 22.00 Uhr die Partie im Estadio Beira-Rio angepfiffen. Der Bundestrainer möge unseren Optimismus verzeihen, aber der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass Deutschland in einem möglichen Viertelfinale auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Nigeria (heute 18.00 Uhr, live im ZDF) trifft.

Video: DFB-Team brennt auf Algerien
Nächstes Etappenziel: Der Sprung ins Viertelfinale. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw macht sich bereit für Algerien. Im deutschen Lager fiebern alle dem ersten K.o.-Spiel entgegen.

Deutschland – Algerien: Ausgangslage, Personal, Formkurve

Noch ist nicht alles Gold, was im DFB-Lager glänzt. Denn bislang zeigte die deutsche Elf in ihren drei Gruppenspielen verschiedene Gesichter. Dem überzeugenden und schwungvollen 4:0-Auftaktsieg gegen Portugal folgte ein munteres 2:2 gegen Ghana, in dem vor allem die Defensiv Schwächen aufzeigte. Gegen die USA (1:0) kontrollierte Deutschland das Geschehen ohne Mühe und dosierte dabei die Kräfte. Doch unterm Strich hat die Mannschaft noch Steigerungspotenzial, wie auch Bundestrainer Joachim Löw nicht verborgen blieb. Nicht umsonst erwartet er, dass seine Mannen im Achtelfinale gegen Algerien einen Gang hochschaltet und Algerien schon möglichst frühzeitig den Schneid abkauft. Für das Vorhaben kann Löw mit Ausnahme von Lukas Podolski, der wegen einer Zerrung ausfällt, aus dem Vollen schöpfen. Große Veränderungen wird es in der deutschen Aufstellung nicht geben, so dass die gewohnte Viererkette (Boateng, Mertesacker, Hummels, Höwedes) wieder zum Zuge kommt und in der Offensive das Trio Özil, Götze und Müller für Wirbel sorgen soll. Spannend bleibt es bei der Besetzung des zentralen Mittelfelds. Die Frage lautet: Khedira oder Schweinsteiger? Und hier soll sich Löw für einen Einsatz von Sami Khedira, der gegen die USA auf der Bank saß, entschieden haben, so dass Bastian Schweinsteiger erstmal draußen bleibt. Etwas verwunderlich wäre es schon, zumal der eigentliche Chef im deutschen Mittelfeld auf der „6“ glänzte und vor allem eine deutlich bessere Zweikampfbilanz (66 Prozent gewonnen) als Khedira (38 Prozent) vorzuweisen hat und die algerische Auswahl ausgemacht zweikampfstark ist. Lassen wir uns überraschen!

Bei Algerien kann man sich dagegen nach den gezeigten Gruppenspielen gegen Belgien (1:2), Südkorea (4:2) und Russland (1:1) schon ein besseres Bild vom Leistungsstand und den Stärken und Schwächen der mannschaft machen. Die Wüstenfüchse agieren mit Vorliebe aus einer kontrollierten Defensive und setzen auf das schnelle Umschaltspiel. Zudem hat die Mannschaft ihre größtes Potenzial in der Offensive, wo man mit Stürmer Slimani von Sporting Lissabon einen gefährlichen Mann hat und bislang durch Effizienz glänzen konnte. Immerhin brauchte Algerien bislang nur 4,5 Schüsse für ein WM-Tor. Deutschland hingegen musste knapp sechsmal (5,9) aufs Tor schießen, um die Kugel im Netz unterzubringen. Ansonsten sind die vom bosnischen Trainer Vahid Halihodzic trainierten Nordafrikaner das zweikampffreudigste Team bei der WM. Schwächen sind dagegen in der Abwehr auszumachen. Nicht umsonst kassierten die Wüstenfüchse fünf Gegentore in den Vorrunde.

Gegen Deutschland wird Halihodzic wohl wieder auf seinen Kapitän Madjid Bougherra, der im letzten Gruppenspiel gegen Russland verletzungsbedingt ausfiel, setzen. Der 32-jährige Innenverteidiger organisiert die doch etwas wacklige Viererabwehrkette und ist, obwohl er sein Zenit bereits überschritten hat, aus dem Team derzeit nicht wegzudenken. Sollte es für Bougherra nicht reichen, wird Essaid Belkalem in die Startelf rücken. Ansonsten wird Algerien wohl mit seinen vier torgefährlichen Offensivakteuren Slimani, Feghouli, Brahimi und Djabou beginnen, die allesamt schon einen Treffer bei der WM erzielten.

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Aufstellungen: So wollen Deutschland und Algerien spielen

  • Deutschland: Neuer – J. Boateng, Mertesacker, Mustafi, Höwedes – Khedira (Schweinsteiger), Lahm, T. Kroos – Özil, T. Müller, M. Götze
  • Algerien: M’Bohli – Mandi, Belkalem, Halliche, Mesbah – Medjani, Bentaleb – Feghouli, Brahimi, Djabou – Slimani
  • Schiedsrichter: Sandro Ricci (Brasilien)

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Unser WM-Tipp aus der Redaktion: Am Ende wird es souverän

Auf dem Papier scheint Algerien ein besserer Sparringspartner für die DFB-Elf zu sein, den man eigentlich souverän besiegen müsste. Doch wenn die Wüstenfüchse ihre Stärken ausspielen können, wird es kein Spaziergang ins Viertelfinale. Algerien ist sehr lauf- und zweikampfstark. Zudem zeichnet die Nordafrikaner ein schier unbändiger Wille zum Siegen aus und obendrein könnte die starke, mit Jungstars besetzte Offensive die DFB-Abwehr in Verlegenheit bringen. Darüber hinaus ist Mittelfeldspieler Sofiane Feghouli vom FC Valencia in Topform und in der Lage, ein Spiel alleine zu entscheiden. Sollte es Deutschland aber mit einer konzentrierten Vorstellung gelingen, die Offensive und Feghouli auszuschalten, dürfte nichts anbrennen. Ein Tor wird man gegen die Nordafrikaner mit Sicherheit schießen. Solange man Algerien nicht auf die leichte Schulter nimmt und unterschätzt, darf mit einem souveränen Erfolg der Adlerträger gerechnet werden. Wir tippen auf ein 3:0 für Deutschland. Hier geht es zu den Wettquoten Deutschland gegen Algerien.

Deutschland – Algerien heute live im Fernsehen

Das Achtelfinale Deutschland Algerien gibt es heute Abend live ab 22.00 Uhr beim ZDF zu sehen. Kommentator der Begegnung im Porto Alegre ist Bela Rethy. Vor, in der Halbzeitpause und nach dem Spiel werden uns Oliver Welke und Oliver Kahn im ZDF WM-Studio mit allen wichtigen Informationen, Analysen und Stimmen zum Duell auf dem Laufenden halten. Wie gewohnt, überträgt das ZDF das Spiel auch online als kostenlosen Livestream – zu sehen in der ZDF Mediathek.

Doch natürlich sollten alle WM-Fans schon pünktlich ab 17.05 Uhr das ZDF einschalten, wenn die Berichterstattung aus Brasilien beginnt und um 18.00 Uhr die Achtelfinal-Begegnung zwischen Frankreich und Nigeria angepfiffen wird – unserem potenziellen Viertelfinal-Gegner!

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