Fußball EM 2016

Die Fußball-Europameisterschaft 2016

Der Fußball-Fan freut sich

Im Sommer 2016 findet die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich statt. Nach einem Jahr ohne Großereignis haben dann Fans in ganz Europa die Möglichkeit ihre Nationen beim Kampf um einen Titel anzufeuern. Auch in Deutschland werden sich wieder viele Menschen zu Public-Viewings zusammenfinden oder zu Hause mit Freunden und Verwandten der deutschen Mannschaft zujubeln. Der lange Weg zur EURO 2016 in Frankreich.

Über die Fußball-EM 2016

Frankreich wurde am 28. Mai 2010 von der UEFA als Ausrichter gewählt. Nachdem zuvor Schottland und Wales, sowie Schweden und Norwegen vor und während des Bewerbungsverfahrens ausstiegen, mussten sich die Franzosen in der Abstimmung gegen Italien und die Türkei durchsetzen. In der ersten Abstimmungsrunde schied Italien aus und in der zweiten Runde gewann Frankreich dann mit sieben zu sechs Stimmen gegen die Türkei.

Schon 2008 bestimmte die UEFA, dass die Teilnehmerzahl bei dieser EM von 16 auf 24 erhöht wird und somit wurden auch an die Bewerber höhere Anforderungen gestellt. Neun Stadien und drei Ersatzstadien von den zwei Stadien mit mindestens 50.000 Plätzen, drei Stadien mit mindestens 40.000 Plätzen und vier Stadien mit mindestens 30.000 Plätze haben müssen, waren Mindestanforderung.

Die Endrunde in Frankreich wird die 15. Fußball-Europameisterschaft sein, die offiziell von der UEFA ausgetragen wird. Mit der dritten Ausrichtung nach 1960 und 1984 wird Frankreich damit zum Rekordaustragungsort der EM.

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Die 24 EM-Teilnehmer

Als Gastgeberland ist Frankreich direkt für die Endrunde qualifiziert und nahm somit nicht an der Qualifikation teil. Nach dem Ende der Qualifikation am 13.10.2015 hatten sich noch 19 andere Mannschaften qualifiziert. Dabei lösten jeweils die ersten beiden der Qualifikationsgruppen und der beste Gruppendritte das Ticket direkt. Die anderen acht Gruppendritten müssen zwischen dem 11. und 17. November in den Play-offs um die letzten vier Plätze spielen. Dabei sind unter den Qualifizierten viele erfolgreiche Nationen und ehemalige Europameister, aber auch Neulinge und Überraschungsteams. Hier die bisher teilnehmenden Mannschaften im Überblick:

Nr.NationWie qualifiziert?Endrunde-Gruppe
1Frankreich Gastgeber
2Island Sieger Gruppe A
3Tschechien Zweiter Gruppe A
4Belgien Sieger Gruppe B
5Wales Zweiter Gruppe B
6Spanien Sieger Gruppe C
7Slowakei Zweiter Gruppe C
8Deutschland Sieger Gruppe D
9Polen Zweiter Gruppe D
10England Sieger Gruppe E
11Schweiz Zweiter Gruppe E
12Nordirland Sieger Gruppe F
13Rumänien Zweiter Gruppe F
14Österreich Sieger Gruppe G
15Russland Zweiter Gruppe G
16Italien Sieger Gruppe H
17Kroatien Zweiter Gruppe H
18Portugal Sieger Gruppe I
19Albanien AlbanienZweiter Gruppe I
20Türkei Bester Dritter nach Punkten
21Ukraine - Slowenien Sieger Playoff Nr. 1 (Dritter Gruppe x)
22Bosnien und Herzegowina - Irland Sieger Playoff Nr. 2 (Dritter Gruppe x)
23Schweden - Dänemark Sieger Playoff Nr. 3 (Dritter Gruppe x)
24Norwegen - Ungarn Sieger Playoff Nr. 4 (Dritter Gruppe x)

In den Playoffs der Gruppendritten spielen zwischen dem 12. und 17. November die Ukraine gegen Slowenien, Schweden gegen Dänemark, Bosnien-Herzogowina gegen Irland und Norwegen gegen Ungarn.

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Favoriten auf den EM-Titel

Mit Deutschland und Spanien sind der aktuelle Weltmeister und Europameister bei der Endrunde vertreten. Auch neun andere Mannschaften aus den Top10 der UEFA-Rangliste sind qualifiziert – lediglich mit den Niederlanden fehlt eine der traditionellen Top-Mannschaften.

Dank des Weltmeistertitels ist Deutschland bei Fans und Experten der Favorit auf den Titel. Obwohl mit den Abgängen von langjährigen Stammkräften ein kleiner Umbruch stattfand, kann der Bundestrainer auf viele neue Leistungsträger und junge Talente bauen.

Neben Deutschland ist Spanien der zweite Favorit auf den Titel. Die Phase der Unantastbarkeit im Weltfußball ging mit dem Ausscheiden in der Gruppenphase bei der WM 2014 zwar vorbei, aber trotzdem spielten die Spanier eine souveräne Qualifikation. Wenn hier ebenfalls eine Verjüngung gelingt, könnten die Spanier mit einer Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern der goldenen Generation sehr weit kommen.

Der dritte Favorit auf den Titel ist Gastgeber Frankreich. Das Land hat mit der Viertelfinalteilnahme in Brasilien schon angedeutet, dass es nach vielen internen Unstimmigkeiten wieder auf dem Weg an die Weltspitze ist. Da die Franzosen keine Qualifikation spielten, konnten sie in Freundschaftsspielen ohne Druck an Zusammensetzung und Taktik feilen. Mit der Unterstützung der Fans im Rücken könnte es also wieder zu einem Titel reichen.

Hinter diesem Spitzentrio finden sich andere namenhafte Nationen wie England, Italien, Belgien und Portugal, denen ebenfalls Chancen eingeräumt werden. Außerdem darf man auf die Überraschungsteams der Qualifikation wie Island, Österreich und Polen gespannt sein. Niederlande hat sich nicht qualifizieren können. Die EM-Geschichte zeigt nämlich an den Beispielen Dänemark (Sieger 1992) und Griechenland (Sieger 2004), dass auch die größten Underdogs in der Lage sind das Turnier zu gewinnen. Diese Möglichkeit wird 2016 durch die größere Anzahl an Mannschaften noch einmal erhöht.

Die EM 2016 Gruppenauslosung am 12.12.2015

Die Gruppenauslosung zur EM findet am 12.12.2015 um 18Uhr (MEZ) in Paris statt. Dabei werden die Teams nach dem UEFA-Koeffizienten in 4 Lostöpfe á sechs Teams eingeteilt. Daraus werden dann die sechs Vierergruppen für die Endrunde ausgelost.

Im Lostopf A finden sich Frankreich (in Gruppe A gesetzt), Deutschland, Spanien, Portugal, England und Belgien.

In Lostopf B sind Italien, Russland, Schweiz, Österreich, und Kroatien gesetzt. Aufgrund der noch ausstehenden Playoffs ist der letzte Platz in Lostopf B, zwei Plätze in Lostopf D und alle Plätze in Topf C noch nicht vergeben. Lediglich die vier Mannschaften mit dem niedriegsten Koeffizienten, Island, Wales, Albanien und Nordirland, sind in Topf D gesetzt.

Ausführliche Infos hier: http://www.em2016.net/em-2016-gruppenauslosung

Der EM Spielplan und Modus

Die Gruppenphase der EM läuft vom 10. bis zum 22. Juni 2016. Hier spielen die Teams innerhalb der sechs Vierergruppen Jeder-gegen-Jeden (3 Spiele pro Team). Die ersten Beiden, sowie die vier besten Gruppendritten erreichen dann die K.o.-Phase, welche am 25. Juni beginnt. In den Achtelfinals kommt es zu sechs Spielen zwischen Gruppenersten und Gruppenzweiten/-dritten und zwei Spielen zwischen zwei Gruppenzweiten. Die Viertelfinals finden vom 30. Juni bis zum 3. Juli statt und die Halbfinals am 6. und 7. Juni. Das Finale steigt dann am 10. Juli und entscheidet über den Europameister. Ein Spiel um Platz 3 findet wie schon seit 1984 nicht mehr statt.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft

Die deutsche Mannschaft in der Qualifikation

Die deutsche Nationalmannschaft spielte eine sehr unbeständige Qualifikation, was auch an vielen Verletzungen von Stammspielern und einer generellen Rotation lag. Mit einem knappen Sieg gegen Schottland, einer Niederlage gegen Polen und einem Unentschieden gegen Irland stand die Mannschaft von Beginn an unter Druck. Zweimal gegen Gibraltar und einmal Georgien gelangen dann zwar souveräne Siege, aber erst beim 3:1 gegen Polen zeigte die Mannschaft eine wirklich überzeugende Leistung. Diese konnte man allerdings nicht konservieren und zeigte in den letzten drei Spielen nur durchwachsene Leistungen. Mit einem 3:2 gegen Schottland, 1:0 gegen Irland und 2:1 gegen Georgien wurden man dennoch Gruppenerster vor Polen und Irland.

 TeamSpieleGUVToreDiff.Punkte
1Deutschland Deutschland1071224:091522
2Polen Polen1063133:102321
3Irland Irland1053219:071218
4Schottland Schottland1043322:121015
5Georgien Georgien1030710:15-59
6Gibraltar Gibraltar10001002:57-550

Historischer Rückblick auf die deutschen EM-Erfolge

Die deutsche Mannschaft nahm erstmals 1972 bei der vierten EM-Endrunde in Belgien an einer EM teil. Mit einem der besten deutschen Teams aller Zeiten, das zwei Jahre später auch Weltmeister wurde, gewannen sie auf Anhieb, durch einen 3:0 Sieg im Finale gegen die Sowjetunion, den Europameistertitel. 1976 versuchte die Mannschaft in ähnlicher Besetzung ihren Titel zu verteidigen, scheiterte aber im Finale gegen die Tschechoslowakei ( 2:2 n.V., 5:3 i. E.). Nach der enttäuschenden WM 1978 holte das deutsche Team mit neuem Trainer und einer neuen Generation von Spielern ihren zweiten EM-Titel 1980. Im Finale gewann Deutschland durch zwei Treffer von Horst Hrubesch 2:1 gegen Belgien.

Interessanterweise stellte die deutsche Nationalmannschaft bei ihren ersten drei Teilnahmen jeweils den Torschützenkönig (Gerd Müller, Dieter Müller, Klaus Allofs). Nach einer kleinen Durststrecke mit dem Vorrundenaus bei der EM 1984 und dem Halbfinalaus 1988, reiste die Mannschaft 1992 als amtierender Weltmeister nach Schweden. Hier erreichte man erstmals auch als gesamtdeutsches Team das Finale, das man aber überraschend gegen Außenseiter Dänemark verlor.

Erst 1996 reichte es durch das erste Golden-Goal der Geschichte von Oliver Bierhoff zum Finalsieg gegen Tschechien und dem dritten Titel. Bei den nächsten zwei Endrunden schied man dann jeweils in der Gruppenphase aus, was zu zwei Trainerwechseln führte. Der Wechsel zu Klinsmann und Löw bewirkte dabei einen Umbruch in der Nationalmannschaft. Eine starke Verjüngung und eine offensivere, aggressive Taktik brachten dem Team viele Sympathien und führten nach dem Sömmermärchen 2006 zur Finalteilnahme bei der EM 2008. Die überlegenen Spanier waren aber, wie auch im Halbfinale der WM 2010, Endstation. Nachdem auch bei der EM 2012 im Halbfinale gegen Italien die nötige Reife und Clevereness fehlte, schaffte man 2014 den lang ersehnten WM-Titel. Im Gegensatz zu anderen europäischen Mannschaften, die nach zuletzt enttäuschenden Endrunden noch nicht wieder auf Weltklasseniveau befinden, geht die deutsche Mannschaft als erfahrenes und eingespieltes Team in die Europameisterschaft in Frankreich. Aufgrund einer guten Mischung zwischen Jung und Alt hat die Mannschaft die Möglichkeit, wieder eine Ära zu prägen und den Weltmeistertitel mit dem vierten Gewinn der Europameisterschaft zu bestätigen.

Der mögliche Kader mit Bundestrainer Löw

Bei der Bestimmung des 23-köpfigen DFB-Kaders hat Joachim Jöw die Qual der Wahl zwischen erfahrenen Weltmeistern, wiedererstarkten Nationalspielern und jungen Talenten. Nach dem Rücktritt von Lahm, Klose und Mertesacker, gilt ein Stamm von sieben oder acht Weltmeistern als gesetzt. So kann man – falls nicht Unvorhergesehenes passiert – mit einer Nominierung von Neuer, Boateng, Hummels, Kroos, Özil, Schweinsteiger und Müller rechnen. Wenn sie im Kalenderjahr 2016 verletzungsfrei bleiben und sich wieder in guter Form präsentieren, ist auch die Nominierung von Höwedes, Gündoğan, Khedira, Götze, Reus, Bellarabi und Schürrle wahrscheinlich. Dabei ist die Konkurrenz groß und auch um die restlichen Plätze streiten sich viele Spieler.

Bei der Nominierung der Nummer 2 und 3 im Tor hinter Manuel Neuer hat Löw eine große Auswahl. Die besten Karten haben wohl Bernd Leno, Marc-André ter Stegen und Ron-Robert Zieler, da Weidenfeller beim BVB seinen Stammplatz verloren hat. Allerdings drängen auch andere Bundesliga-Torhüter wie Ralf Fährmann, Timo Horn, Oliver Baumann oder René Adler mit starken Leistungen auf eine Nominierung. Hier ist die Mannschaft in jeden Fall top besetzt.

In der Abwehr sieht es dagegen schlechter aus. Neben den gesetzten Mats Hummels und Jérôme Boateng, ist besonders auf den Außenpositionen durch den Abgang von Lahm ein Vakuum entstanden, das bis jetzt noch nicht gefüllt werden konnte. Dabei sind Shkodran Mustafi und Benedikt Höwedes als erfahrene Nationalspieler eine naheliegende Wahl, beide sind als gelernte Innenverteidiger aber nicht perfekt für die Rolle geeignet. In der Qualifikation versuchten sich Matthias Ginter, Marcel Schmelzer, Erik Durm, Emre Can, Antonio Rüdiger, Jonas Hector und Sebastian Rudy an den Außenverteidigerpositionen. Dabei überzeugten Ginter und Hector noch am Ehesten und dennoch ist die Position wohl die größte Baustelle mit Blick auf die EM. Deshalb wäre für viele auch eine Dreierkette eine Option. Mit dem wiedergenesenen Holger Badstuber könnte zudem noch ein alter Bekannter zum Kader stoßen. Hier hat Löw noch viel Arbeit vor sich.

Im Mittelfeld hat der Bundestrainer dagegen viele erfahren Spieler zur Auswahl, auch wenn viele ihre Weltmeisterform noch nicht gefunden haben. Im defensiven Mittelfeld sind Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos gesetzt und auch İlkay Gündoğan, Sami Khedira und Christoph Kramer genießen bei Löw hohes Ansehen. Wenn sie verletzungsfrei bleiben und solide Leistungen abrufen, ist ihre Nominierung wahrscheinlich. Bei guten Leistungen könnten die Lars und Sven Bender oder Gonzalo Castro ebenfalls noch eine Rolle spielen und auch die jungen Talente wie Johannes Geis, Julian Weigl und Joshua Kimmich empfehlen sich immer mehr für einen Einsatz. Man wird sehen, ob die EM für diese Spieler vielleicht zu früh kommt.

In der Offensive verschwimmen bei der Nationalelf immer mehr die Grenzen zwischen Mittelfeld und Angriff. Mit Thomas Müller, Marco Reus, Mesut Özil und Mario Götze sind vier Spieler in vordester Reihe gesetzt. Dahinter müssen Spieler wie André Schürrle, Karim Bellarabi, Patrick Herrmann, Kevin Volland, Julian Draxler und Max Kruse ihre guten Ansätze noch bestätigen, um bei der Endrunde dabei zu sein. Wenn Lukas Podolski und Mario Gomez in der Türkei wieder ihr Top-Niveau finden, können sie ebenfalls in den Kampf um die EM-Tickets eingreifen. Auch im Angriff gibt es viele junge Spieler, die auf Einsätze drängen. Für Max Meyer, Julian Brandt, Daniel Ginczek, Davie Selke und Timo Werner wird es 2016 wohl noch nicht reichen.

Dennoch ist Löw bei den endgültigen Nominierungen immer für eine Überraschung gut und bis zur EM kann noch einiges passieren.

Die neuen DFB-Trikots 2016

Die neuen DFB-Trikots 2016, die die Spieler dann bei der EM tragen, werden im November vorgestellt. Diese werden traditionell von Hauptaustatter adidas gesponsort. Das Heimtrikot wird höchstwahrscheinlich wieder in weiß gehalten und farbliche Akzente durch die Nationalfarben erhalten. Das Auswärtstrikot sorgte schon vor der Präsentation für Aufsehen, da es wohl ein extravagantes grau-grünes Design haben wird. Adidas sagte dazu, dass sie beim EM-Trikot neue Wege gehen wollen. Man darf gespannt sein. Fakt ist, dass das Trikot erstmals vier Sterne auf der Brust haben wird, da hierbei die errungenen Weltmeistertitel zählen.

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Frankreich als Gastgeber

Frankreich wird nach 1960 und 1984 das dritte mal eine EM austragen. Da der Erfinder beziehungsweise Vorantreiber der ersten Europameisterschaft ebenfalls aus Frankreich kommt, hat das Land eine besondere Verbindung zur EM. Obwohl die Fans dafür bekannt sind ihre Fußball-Euphorie von der Leistung ihrer Équipe Tricolore abhängig zu machen, freuen sich die Menschen darauf wieder ein Großereignis ausrichten zu dürfen. Das die französische nationalmannschaft ihre ersten beiden Titel bei der Heim-EM 1984 mit Michel Platini als „Regisseur“ und 1998 bei der Heim-WM steigert die Vorfreude zusehends und lässt die Franzosen von nächsten Titel träumen. Mit Zinedine Zidane als Spielmacher gewannen die Franzosen außerdem noch die EM 2000, was bis heute der letzte große Titelgewinn ist. Aufgrund der stärkeren Leistungen der les Bleus in den letzten Jahren hoffen allerdings viele Fans wieder auf einen Titel und werden ihre Mannschaft leidenschaftlich unterstützen. Nicht nur aufgrund der zentralen Lage Frankreichs in Europa werden wieder viele Fans aus anderen Nationen zur Europameisterschaft kommen. Mit einer großen Fußball-Tradition und kultureller Vielfalt bietet Frankreich eine perfekte Plattform, um die   europäischen Fußballfans zu empfangen und die Europameisterschaft zu einem Fußball-Fest zu machen.

Neben diesen Aspekten konnte sich Frankreich bei der Bewerbung auf die offizielle Unterstützung vom Staatspräsidenten und der Bevölkerung, sowie auf die bereits vorhandenen Stadien und Infrastruktur stützen. So werden acht der zehn Stadien, die bei der WM 1998 benutzt wurden, auch 2016 genutzt.

Stadien, Austragungsorte, Besonderheiten

Die Europameisterschaft in Frankreich wird in zehn Stadien stattfinden. Austragungsorte sind dabei Paris (Stade de France und Parc de Princes), Marseille (Stade Velódrome), Lyon (Stade des Lumiéres), Lille (Stade Pierre-Mauroy), Lens (Stade Bollaert-Delelis), Bordeaux(Stade de Bordeaux), Saint-Étienne (Stade Heoffroy-Guichard), Toulouse (Stadium Municipal) und Nizza (Allianz Riviera). Das Eröffnungs- und das Endspiel werden dabei im größten Stadion, dem Stade de France ( 81.338 Plätze) in Saint-Denis bei Paris, ausgetragen. Das kleinste Stadion ist der Stadium Municipal in Toulouse mit 35.000 Plätzen. Die Stadien in Bordeaux, Lille, Nizza und Lyon wurden extra für das Event gebaut, wobei das Stadion in Lyon noch nicht fertig ist. Die Stadien in Paris (Parc de Princes), Lens, Marseille und Toulouse wurden renoviert.

Noch mehr Infos rund um die EM 2016

Der Spielball für die EM wird höchstwahrscheinlich bei der Gruppenauslosung am 12. Dezember präsentiert. Er wird wieder von adidas entworfen und ist in der Entwicklungsphase von zahlreichen Profifußballern getestet worden.

Das Maskottchen der EM wurde schon 2014 vorgestellt und wurde nach einer Online-Abstimmung auf den Namen Super Victor getauft. Es ist ein kleiner Junge im Trikot der französischen Nationalmannschaft mit rotem Cape, Fußballschuhen und Ball.

Der offizielle EM-Song soll vom französischen Star-DJ David Guetta komponiert werden, der sich den Song „We are the Champions“ von Queen als Vorbild genommen hat.

Die TV-Rechte in Deutschland sicherten sich wieder ARD und ZDF, sodass wohl alle wichtigen Spiele im Free-TV zu sehen sein werden.

Wie inzwischen jedes Sportevent wird auch die EM 2016 prominent gesponsort und professionell vermarktet werden. Nationale Sponsoren sind dabei die französische Lotterie FDJ, die Personaldienstleistungsfirma PROMAN, die Bank Crédit Agricole und das Transportunternehmen SNCF. Internationale Hauptsponsoren sind McDonald’s, adidas, Coca-Cola, Hyundai-Kia und Continental. Alle fünf sind schon langjährige Partner der UEFA und dürften vielen nicht nur durch die Werbebanden bekannt sein.

Das Entscheidende beim Turnier ist allerdings der EM-Pokal. Der ursprünglich in Frankreich entwickelte Pokal von 1960 ist ein Wanderpokal im Besitz der UEFA, der erst einem Verband zukommt, wenn dieser dreimal hintereinander oder fünfmal insgesamt die EM gewinnt. 2008 wurde er durch einen für 15.400Euro teuren, leichteren, aber größeren Pokal ersetzt. Benannt ist der Pokal nach Henri-Delaunay, dem ersten Generalsekretär der UEFA und dem geistigen Vater der EM. Mit der Europameisterschaft in Frankreich kommen der Pokal und die EM also gewissermaßen nach Hause.

Alle Infos gibts auf http://em-2016.com/

 

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