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WM Ergebnisse & Tabelle WM 2014 vom 17.06. Gruppe H & A

Veröffentlicht: Mittwoch, 18. Juni 2014 um 2:48 Uhr

Update: Fussball Ergebnisse & Tabelle WM 2014 vom 19.06. Gruppe C & D
Update: Fußball heute – der WM 2014 Spielplan von heute, 19.06.
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Brasilien sucht bei der WM im eigenen Land noch weiter nach der Form und wird dem Ruf des Topfavoriten nicht gerecht. Schuld daran ist unter anderem auch ein gewisser Guillermo Ochoa, seines Zeichen Torwart von Mexiko. Dieser trieb die die brasilianische Offensive um Neymar und Co. beim 0:0 förmlich zur Weißglut. Während es für Brasilien und Mexiko bereits der zweite WM-Einsatz war, stand zudem noch der 1. Spieltag in der Gruppe H auf dem Programm. Dabei mauserte sich Algerien fast zum Stolperstein für Geheimfavorit Belgien, während sich Russland und Südkorea nach einem trostlosen Kick die Punkte teilten.

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Brasilien – Mexiko: Selecao stolpert über El Tri und verzweifelt an Ochoa

Im Spitzenspiel des gestrigen WM-Tages standen sich Brasilien und Mexiko gegenüber. Und wer dachte, dass die Selecao nach ihrem wenig überzeugenden 2:1-Auftaktsieg gegen Kroatien nun eine Schippe drauflegen wird, sah sich getäuscht. Denn El Tri kam in Fortaleza überraschend, aber nicht unverdient zu einem wichtigen Punktgewinn.



O-C-H-O-A! Diesen Namen wird man in Brasilien nicht so schnell vergessen. Denn der Nationalkeeper von Mexiko zeigte gegen den WM-Gastgeber eine überragende Leistung mit spektakulären Paraden und erwies sich als unüberwindbare Hürde. In der 26. Minute begann die Ochoa-Show, als er mit einem überragenden Reflex einen starken Kopfball von Neymar aus acht Metern aus der Ecke fischte. In der 45. Minute scheiterte dann Paulinho freistehend aus kurzer Distanz an einer tollen Reaktion von Ochoa und in der 69. Minute fand erneut Neymar seinen Meister in Ochoa, als er aus sieben Metern mit einem strammen Schuss am Mexikaner scheiterte. In der 86. Minute versuchte es Thiago Silva mit einem wuchtigen Kopfball aus vier Metern, aber wieder stand Ochoa goldrichtig und hielt den Punktgewinn fest. Keine Frage, Brasilien hatte mehr Spielanteile und die besseren Chancen, doch am Ende war es ein gerechtes Unentschieden, zumal auch die kämpferisch starken Mexikaner immer wieder mit Distanzschüssen für Gefahr und Schweißperlen bei Brasilien-Keeper Julio Cesar sorgte.

„Das Ergebnis von 0:0 spiegelt das Spiel wieder, eine ausgeglichene Partie. Für uns ist es kein gutes Resultat. Mit einem Sieg hätten wir uns schon für die nächste Runde qualifizieren können“, befand Brasilien-Coach Luiz Felipe Scolari, der erstmals als Nationaltrainer der brasilianischen Auswahl kein WM-Spiel gewann (2002 gewann er mit der Selecao alle sieben Spiele).

Übrigens: Matchwinner Guillermo Ochoa steht beim französischen Klub AC Ajaccio unter Vertrag, der in der abgelaufenen Saison mit 72 Gegentoren die Schießbude der Ligue 1 war und als Tabellenletzter sang- und klanglos abgestiegen ist!

Nr.TeamSpielePunkteTore
1Brasilien 377:2
2Mexiko 374:1
3Kroatien 336:6
4Kamerun 301:9

So steht es – so geht es weiter in der Gruppe A: Noch alles offen

Brasilien und Mexiko sind nach zwei Spielen mit je vier Punkten gleichauf, lediglich die bessere Tordifferenz bringt dem Rekordweltmeister die Pole Position in der Gruppe A. Heute komplettieren Kroatien und Kamerun (24 Uhr, live ARD) den 2. Spieltag dieser Gruppe, wobei beide Teams gehörig unter Druck stehen. Für den Verlierer ist die WM gelaufen. Am letzten Spieltag (23. Juni, 22 Uhr) finden die Duelle Brasilien gegen Kamerun und Kroatien gegen Mexiko zeitgleich statt. In der Gruppe ist noch alles offen!

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Belgien schrammt an Fehlstart vorbei

Belgien wurde im Vorfeld mit Vorschusslorbeeren nur so überhäuft, doch das erste WM-Spiel der Roten Teufel gegen den Underdog aus Algerien war dann so gar nicht Geheimfavorit-like. Gegen die gut verteidigenden Nordafrikanern tat sich die vom ehemaligen Schalker-Kultspieler Marc Wilmots trainierten Belgier enorm schwer. Zu allem übel verursachte Jan Vertonghen noch einen Elfmeter, den Sofiane Feghouli (25.) souverän verwandelte und somit den Außenseiter in Führung brachte. Auch in der Folge kam das mit vielen Ausnahmetalenten gespickte Team der Belgier nicht so richtig in Tritt und legte eine harm- und ideenlose erste Halbzeit hin.

Zu Beginn des zweiten Durchgang wurde die Wilmots-Elf besser, konnte sich aber keine zwingenden Chancen erspielen. In der 57. Minute hätte man dann noch fast das 0:2 kassiert, doch Medjani setzte den Ball nach einer Ecke knapp neben den langen Pfosten. Doch ab dann übernahm Belgien wieder das Zepter und kam durch Joker Marouane Fellaini (70.) zum Ausgleich. Dieser verlängerte eine eine gefühlvolle Freistoß-Flanke von Kevin de Bruyne mit Kopf und die Kugel prallte von der Unterkante der Latte ins Tor. Das Tor setzte Kräfte frei und Belgien drückte auf den Sieg. In der 80. Minute war es dann soweit und der ebenfalls eingewechselte Dries Mertens vollendete einen schön vorgetragenen Konter mit einem satten Schuss ins kurze Eck zum 2:1-Endstand.

Belgien ist gerade noch so an einer kleinen Blamage vorbeigeschrammt, wobei der Sieg aber angesichts der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient war. Zudem bewies Wilmots bei den Einwechslungen ein glückliches Händchen.

„Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass wir mehr sind als die elf Spieler, die in der Startelf stehen. Dass die Jungs, die von der Bank kommen, den Unterschied ausmachen können. Algerien wurde mit der Zeit müder und müder. Die Einwechslungen haben die Wende gebracht. Ich wusste, dass wir ruhig bleiben müssen und noch treffen würden. Ich denke, dass wir diesen Sieg verdient haben. Jetzt werden wir uns erholen und wieder vorbereiten. Mit drei Punkten haben wir noch nichts erreicht“, erklärte Wilmots nach dem Spiel.

 

russland-suedkorea1-1Russland und Südkorea bieten Magerkost

Im zweiten Spiel der Gruppe H trennten sich Russland und Südkorea 1:1-Unentschieden. Dabei boten beide Mannschaften ein Spiel auf schwachem Niveau, wobei vor allem die 1. Halbzeit pure Magerkost war. Viele Fehler und kaum nennenswerte Torchancen. Wer angesichts der späten Übertragung das Spiel hat sausen lassen, hat die richtige Entscheidung gefällt. Auch im zweiten Durchgang wurde das Match nicht wirklich besser, dafür fielen aber immerhin zwei Treffer. Die überraschende Führung erzielten die Südkoreaner unter starker Mithilfe von Russen-Keeper Igor Akinfeev. Keun-Ho Lee (69.) fasste sich aus 25 Metern ein Herz und schoss aufs Tor. Der Ball flog genau auf Akinfeev zu, der die Kugel mit offenen Händen fing und sich dabei aber ins eigene Tor lenkte. Eine ganz unglückliche Szene. Doch nur fünf Minuten später stand der kurz zuvor eingewechselte Alexander Kerzhkov goldrichtig und sorgte per Abstauber für den 1:1-Ausgleich des WM-Gastgebers von 2018. Dabei blieb es bis zum Ende. Schlussendlich ein gerechtes Remis, das keinen Sieger verdient gehabt hätte. Sowohl Russland und Südkorea zeigten zu wenige Kombinationen, sondern versuchten es immer wieder mit Distanzschüssen. Ein Spiel zum Vergessen.

Nach diesen beiden Spielen hat sich der im Vorfeld gehegte Verdacht, dass die Gruppe H die am schwächsten besetzte ist, eindrucksvoll bestätigt.

Immerhin: Sollte Deutschland – wovon nach dem überragenden Auftritt gegen Portugal auszugehen ist – ins Achtelfinale einziehen, bekommt man es je nach Platzierung mit dem Gruppenersten oder -zweiten zu tun. Angst und Schrecken konnte keines der vier Teams verbreiten!

Nr.TeamSpielePunkteTore
1Belgien 394:1
2Algerien 346:5
3Russland 322:3
4Südkorea 313:6

So steht es – so geht es weiter in der Gruppe H: Belgien profitiert von Remis

Das Remis zwischen Russland und Südkorea dürfte vor allem Belgien gefreut haben, da die Roten Teufel somit dem Achtelfinale gleich einen großen Schritt näher gekommen sind. Am Sonntag bekommt es Belgien mit Russland (18.00 Uhr) zu tun und wäre mit einem Erfolg so gut wie durch. Im zweiten Duell stehen sich Südkorea und Algerien ((Sonntag, 21.00 Uhr) gegenüber, die sich beide noch berechtigte Hoffnungen auf die K.o.-Runde machen dürfen.

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