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Deutschland wird Weltmeister 2014: WM 1990 als gutes Omen!

Veröffentlicht: Sonntag, 13. Juli 2014 um 14:45 Uhr

Nach dem brasilianischen Albtraum in Belo Horrorzonte schweben deutsche Fans schon im siebten Fußballhimmel. Wie sollte es auch anders sein, bei gleich sieben (!) Treffern in einem WM-Halbfinale. Die Gauchos zu Rinderhack verarbeiten – so soll das WM-Endspiel 2014 laufen. Da sind sich (fast) alle einig. Aber wieso, weshalb, warum eigentlich? Ein Blick zurück in die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft zeigt erstaunliche Parallelen zur WM 1990 in Italien. Und da holte Deutschland ja bekanntlich das letzte Mal den Titel.

Deutschland wird Weltmeister 2014
Grafik: Deutschland wird Weltmeister 2014

Rio de Janeiro. Drei Sterne sind schon auf dem Trikot der deutschen Nationalmannschaft gestickt. Ein vierter soll heute Abend folgen. Warum auch nicht? Alles deutet auf eine „Notti magiche“ hin, eine magische Nacht. Dieses Mal nicht in Rom wie bei der WM 1990. Gianna Nannini brauchen wir dazu auch nicht. Nein, im Maracana kann, will und wird die DFB-Auswahl ihre vierte Weltmeisterschaft bejubeln. Samba in Rio de Janeiro? Die Ähnlichkeiten zur WM 1990 in Italien sind nicht zu leugnen. Wir nennen sie euch.

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1. Der perfekte WM-Auftakt

Mit einem Lothar Matthäus in Bestform startete Deutschland 1990 bei der Weltmeisterschaft in Italien sensationell stark gegen ein spielerisch sicherlich nicht zu verachtendes Jugoslawien in das Turnier. „Loddar“ erzielte dabei zwei Treffer, war der Spieler des Abends. 2014 in Brasilien feierte die deutsche Mannschaft zum Auftakt in der Gruppenphase einen 4:0-Kantersieg gegen Portugal und Cristiano Ronaldo. Thomas Müller gelangen dabei sogar gleich drei Treffer. 1990 wie 2014 gelang also der Start in beeindruckender Manier. Die erste Parallele.

2. Ernüchterung in der Gruppenphase

Scheinbar lief das alles zu glatt. 2014 leisteten sich die Adlerträger gegen Ghana einen Fehltritt, kamen favorisiert nicht über ein 2:2 hinaus. Ein Schuss vor dem Bug, gerade noch zur richtigen Zeit. Wie übrigens aus bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien. Da hatten die Deutschen im dritten und letzten Gruppenspiel sich die Zähne an Kolumbien ausgebissen, waren an deren schillernden Keeper Rene Higuita reihenweise gescheitert. Als Pierre Littbarski schließlich doch in der 88. Minute das 1:0 schaffte, war der Jubel noch nicht ganz verhallt, da hatte Rincon in der Schlussminute für die Cafeteros auch schon ausgeglichen. Wir notieren: Bei beiden Turnieren gab es in der Vorrunde eine kleine Lektion, dass man 90 Minuten hochkonzentriert agieren muss.

3. Nervenschlacht im Achtelfinale

Nein, 1990 ging es nicht in die Verlängerung. Doch im ersten K.-o.-Match vor dem Weltmeistertitel war die Anspannung auf andere Art und Weise besonders groß. Ausgerechnet der Erzrivale aus den Niederlanden traf auf die DFB-Auswahl. Letztere hielt den immensen Druck stand, auch weil Jürgen Klinsmann eines seiner besten Spiele im DFB-Trikot absolvierte. Vielleicht auch, weil die Roten Karten für Rudi Völler und „Lama“ Rijkaard den Deutschen mehr entgegenkam. Gegen Algerien mussten die Mannen von Joachim Löw einen anderen Druck aushalten: den des ganz klaren Favoriten. Das ging beinahe in die Hose, stattdessen in die Verlängerung. Und so wie Klinsis Kraftakt in Italien, so zeigte das gesamte deutsche Team dann doch eine physische wie psychische Meisterleistung. Endresultat in beiden WM-Achtelfinalspielen? 2:1 natürlich!

4. Souveränes, aber knappes 1:0 im Viertelfinale

Ein relativ frühes 1:0 im Viertelfinale, bei dem es bis zum Abpfiff auch so blieb: So liefen die Spiele in der Runde der besten letzten acht Teams bei den Weltmeisterschaften 1990 und 2014 für die deutsche Elf. Mats Hummels traf anno 2014 gegen Frankreich schon nach zwölf Minuten per Kopf. 24 Jahre zuvor hatte es bis zur Führung bis zur 25. Minute gedauert, dann schoss Lothar Matthäus per Elfmeter den Treffer des Tages bei der Weltmeisterschaft 1990 gegen die CSFR und Deutschland stand im Halbfinale. Zugegeben, so schön wie der Kaiser Franz wütete Joachim Löw nicht. Aber das Spiel seiner Mannschaft gegen die Franzosen, die bis dato eine tolle WM gespielt hatten, war auch weitaus besser anzusehen.

5. Die Herzen des WM-Gastgebers

Zugegeben: Mit dem Halbfinale 1990 hatte das Semifinale 2014 und das sensationelle 7:1-Sieg gegen Brasilien bei der WM rein gar nichts gemein. Sollte man jedenfalls meinen. Okay, in Italien fielen gegen England sogar neun Tore, allerdings erst, nachdem sich die DFB-Auswahl 4:3 im Elfmeterschießen durchgesetzt hatten. 1:1 stand es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung noch nach dem Freistoßtreffer von Andreas Brehme (60.) und dem Ausgleich durch Gary Lineker (80.). Aber da ist sie dann doch, die Parallele: 1990 nämlich schmiss Argentinien den WM-Gastgeber, die Squadra Azzurra, aus dem Turnier. Fortan drückten die Tifosi der DFB-Auswahl die Daumen. Bei dieser Weltmeisterschaft war es die deutsche Mannschaft, die den Gastgeber eliminierte. Doch weil dies auf so eindrucksvolle Art und Weise, noch dazu mit allem Respekt für die unterlegene Selecao gelang, wird die Mehrzahl der Brasilianer zu Deutschland halten. Das ist einfach so. Denn kein Brasilianer wünscht sich, dass ausgerechnet der Erzrivale den Weltpokal im Maracana in die Höhe streckt.

Fazit: Deutschland wird Weltmeister 2014!

1990 war das ganze Spiel der Argentinier auf Diego Maradona zugeschnitten. 2014 trifft dies auf Lionel Messi zu. Dem hat die deutsche Mannschaft wie auch vor 24 Jahren etwas Entscheidendes entgegenzusetzen: Teamgeist! Also wird die DFB-Auswahl gegen Argentinien gewinnen. 1:0 natürlich durch einen Elfmeter in der 85. Minute. Den verwandelt dann wie 1990 Andreas Brehme Thomas Müller – und wird ganz nebenbei zum zweiten Mal in Folge Torschützenkönig. Ach ja, und die ARD ist auch live am Ball. Wie 1990 schon…

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