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WM-Titel kostet DFB 22 Millionen Euro

Veröffentlicht: Freitag, 18. Juli 2014 um 9:40 Uhr

Nach dem Gewinn des ersten Weltmeistertitels 1954 erhielten die Helden von Bern als Anerkennung 2500 Mark, einen Fernseher und einen Lederkoffer. Diesmal dürfen sich die DFB Spieler über bis zu einer halben Million Euro für Titel Nummer vier freuen. Damit wird das Unternehmen „WM-Stern Nummer vier“ für den DFB eine kostspielige Angelegenheit. Aber auch der Verband kassiert kräftig mit.

Nachdem die deutsche Mannschaft um Kapitän Philipp Lahm den größten Sieg ihrer Karriere errang, darf sich das Team auch über die höchste Prämie in der Geschichte der Nationalmannschaft freuen. Für den vierten deutschen WM-Titel wird der DFB die Spieler mit der Rekordsumme von 300.000 Euro pro Mann belohnen. Damit wird die harte Arbeit von 53 Tagen seit dem Beginn der Turnier-Vorbereitung am 21. Mai im Trainingslager in Südtirol honoriert. Doch wie der DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagt zahlt man „die Prämie gerne aus“.

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Aber auch der deutsche Verband darf sich nach dem WM-Titelgewinn in Brasilien über ein Rekordpreisgeld freuen. Ihm wird vom Weltverband Fifa die Rekordsummer von 25,6 Millionen Euro überwiesen. Schon während des Turniers hatte Niersbach betont, dass „der wirtschaftliche Erfolg absolut sekundär ist“. Dennoch darf man nicht vergessen, dass vor allem der Verkauf der Fanartikel gut laufen wird. Das beweist allein schon die riesige Nachfrage an den neuen DFB-Trikots mit den 4 Sternen. Aber auch die Coming Home T-Shirts von Deutschland sind heiß begehrt, egal ob nun das schwarze Shirt mit der Nr. 1 oder das Shirt mit den 4 Sternen.

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Aufwändige Logistik treibt die Kosten in die Höhe

Nach Abzug aller Kosten rechnet der DFB noch mit einem kleinen Gewinn von rund drei Millionen Euro, der mit der DFL geteilt werden wird. Neben den 6,9 Millionen Euro an Spieler-Prämien kommen noch die Zahlungen an die Sportliche Leitung um Löw hinzu, über die der Verband traditionell keine Angaben macht. Doch man kann davon ausgehen, dass Löw, Flick, Köpke und Co. die gleiche Prämienzahlung für den WM-Titel bekommen wie die DFB-Kicker.

Der größte Ausgabeposten fällt jedoch auf die Logistik, wie DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel in einem Interview mit den „Ruhr Nachrichten“ zu berichten weiß: „Die Logistik war sehr aufwändig. Wir mussten zwei Tage vor jedem Spiel anreisen.“

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Investitionen in die Zukunft

Doch Grindel sieht die Ausgaben auch als Investition in die Zukunft die sich nach Verbandsmeinung auch auszahlen wird. Der DFB hofft, dass der WM-Titel in Brasilien wieder viele Kinder dazu animieren wird, mit dem Fußball im Verein zu beginnen. „Das wäre der schönste Effekt dieses Titels. Von dieser Weltmeisterschaft könnte eine Initialzündung für den Jugendfußball in Deutschland ausgehen“, so Grindel weiter. Die Geschehnisse in der Vergangenheit stützen diese Aussage. Denn schon nach dem letzten WM-Sieg 1990 traten 100.000 Kinder und Jugendliche in die Fußball-Vereine ein. „Es wäre klasse, wenn sich das jetzt wiederholen würde“, hofft Grindel.

20.000 Euro für jede Nominierung

Schon die erfolgreiche WM-Qualifikation brachte Kosten in Höhe von 4,26 Millionen mit sich, die der DFB an insgesamt 31 Akteure ausschüttete. Insgesamt acht Weltmeister dürfen sich über eine halbe Million Euro an Prämien erfreuen. Manuel Neuer, Thomas Müller, Philipp Lahm, Jerome Boateng, Mesut Özil, Per Mertesacker, Andre Schürrle und auch Ersatztorwart Ron-Robert Zieler waren in allen zehn Qualifikationsspielen dabei und kassierten somit den Maximalbetrag von 200.000 Euro – denn für jede Spiel-Nominierung zahlt der DFB 20.000 Euro aus. Zusammen mit der Titelprämie von 300.000 Euro kommen die genannten Nationalspieler auf 500.000 Euro.

Beim letzten deutschen Titel 1990 erhielten die Weltmeister um Kapitän Lothar Matthäus 125.000 Mark. Doch für den DFB ist der Titelgewinn Gold wert. „Eine WM ist eine einzige Werbeveranstaltung für den Fußball“, hob Niersbach hervor.

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