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WM-Playoffs: Frankreich und Portugal lösen WM-Ticket

Veröffentlicht: Mittwoch, 20. November 2013 um 11:11 Uhr

Die letzten vier europäischen WM-Tickets sind vergeben: Frankreich hat sich trotz der Hinspielniederlage und dank eines starken Franck Ribery gegen die Ukraine durchgesetzt, während Portugal dank des dreifachen Cristiano Ronaldo zur WM 2014 fährt. Griechenland hat seine WM-Teilnahme in Rumänien genau wie Kroatien gegen Island souverän eingetütet.

Schweden – Portugal 2:3 (0:0) – Hinspiel: 0:1

Tore: 0:1 Ronaldo (50.), 1:1 Ibrahimovic (68.), 2:1 Ibrahimovic (72.), 2:2 Ronaldo (77.), 2:3 Ronaldo (79.)

Portugal-Cristiano_Ronaldo Илья Хохлов_Ilya Khokhlov_Ilja Chochł Ronaldo, Ronaldo, Ronaldo! Portugal fährt zur WM 2014 und darf sich beim überragenden Cristiano Ronaldo bedanken, der in Schweden mit einem Hattrick brillierte. Damit hat CR7 auch das Duell der Superstars für sich entschieden, wobei Zlatan Ibrahimovic zwei Mal traf.

Nachdem die ersten 45 Minuten in Solna torlos endeten, drehten die beiden Wunderstürmer nach dem Wechsel richtig auf. Den Torreigen eröffnete Ronaldo mit einem satten und unhaltbaren Rechtsschuss. Ein Schock für die Fans, bei denen aber nur wenig später neue Hoffnungen aufkeimten. Denn nach einer platzierten Kallström-Ecke köpfte Ibrahimovic aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich ein und nur wenige Minuten später zimmerte der Starstürmer von Paris Saint Germain einen direkten Freistoß von der Strafraumgrenze in die Maschen. Den Wikingern fehlte nur noch ein Treffer für die WM-Qualifikation, doch dann machte Portugals Offensivkünstler allen schwedischen Hoffnungen mit einem Doppelpack einen dicken Strich durch Rechnung.

Schweden verpasst somit zum zweiten Mal in Folge eine Weltmeisterschaft, doch Portugal hat sich das WM-Ticket absolut verdient. Nur Ibrahimovic war bei den Wikingern in der Lage, den Iberern Paroli bieten zu können.

Frankreich – Ukraine 3:0 (2:0) – Hinspiel: 0:2

Tore: 1:0 Sakho (22.), 2:0 Benzema (34.), 3:0 Sakho (72.)

Le petit miracle! Frankreich hat das kleine Fußballwunder geschafft und konnte sich dank eines 3:0-Erfolges im Rückspiel der WM-Playoffs gegen die Ukraine doch noch die Teilnahme für die WM 2014 perfekt machen. Angeführt von einem überragenden Franck Ribery legte die Equipe Tricolore los wie die Feuerwehr und brachten den sonst sicheren ukrainischen Abwehrverbund schon in der Anfangsphase das ein oder andere Mal in Verlegenheit. Der Führungstreffer per Abstauber durch Mamadou Sakho, nachdem Pijatow einen Ribery-Schuss nicht festhalten konnte, war die logische Konsequenz und absolut verdient. Die Franzosen legten nach und konnten in der 34. Minute durch einen stark abseitsverdächtigen Treffer von Karim Benzema den Rückstand aus dem Hinspiel schon frühzeitig egalisieren.

Kurz nach dem Seitenwechsel schwächten sich die Gäste selbst, als Jewgen Chatscheridi nach einem Foulspiel an Ribery mit Gelb-Rot vom Platz flog. Frankreich agierte aber trotz Überzahl gehemmt und es war Les Bleus anzumerken, dass man stets Angst vor einem Gegentreffer hatte, zumal die Ukraine besser ins Spiel fand und auch einige Angriffsaktionen startete. Doch dann war es Abwehrspieler Sakho, der eine scharfe Hereingabe von Ribery mit dem Oberschenkel ins Tor bugsierte und für ausgelassene Feierstimmung auf dem Feld und den Rängen des St. Denis sorgte. In der hektischen Schlussphase versuchten die Gäste noch einmal alles, um den erlösenden Anschlusstreffer zu erzielen, aber Keeper Hugo Lloris sah sich keiner ernsthaften Gefahr ausgesetzt.

Puh! Frankreich hat nach einem nervenaufreibenden Spiel doch noch das vorzeitige WM-Aus und große Blamage abgewendet und darf sich nun auf die WM 2014 freuen.

Übersicht: Playoff-Spiele WM 2014 in Europa

Spiel Nr.1DatumTeam 1-Team 2Ergebnis
115.11.2013Griechenland Rumänien 3:1 (2:1)
215.11.2013Portugal Schweden 1:0 (0:0)
315.11.2013Ukraine Frankreich 2:0 (0:0)
415.11.2013Island Kroatien 0:0 (0:0)
519.11.2013Rumänien Griechenland 1:1 (0:1)
619.11.2013Schweden Portugal 2:3 (0:0)
719.11.2013Frankreich Ukraine 3:0 (2:0)
819.11.2013Kroatien Island 2:0 (0:0)

Kroatien – Island 2:0 (1:0) – Hinspiel 0:0

Tore: 1:0 Mandzukic (27.), 2:0 Srna (47.)
Rote Karte: Mandzukic (38./Grobes Foulspiel)

Kroatien hat sich in den WM-Playoffs gegen Island erwartungsgemäß durchgesetzt und fährt nach 1998, 2002, und 2006 zum vierten Mal zu einer Weltmeisterschaft. Dabei war es Bayern-Spieler Mario Mandzukic, der die Kroaten nach einer knappen halben Stunde in Führung brachte, doch kurz darauf leistete der Stürmer seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er nach einem rüden Foulspiel imMittelfeld mit glatt Rot vom Platz flog. Damit ist Mandzukic zumindest für das erste Vorrundenspiel gesperrt. Die Überzahlsituation ließ die Träume der Isländer, doch noch eine Sensation in Zagreb zu schaffen wachsen, doch kurz nach Wiederanpfiff sorgte Darijo Srna mit einen Schuss aus 25 Metern für das 2:0 und die Vorentscheidung. Danach ließ Kroatien, die im Vergleich zum Hinspiel in Reykjavik deutlich aggressiver zu Werke gingen, gegen die „Eismänner“ nichts mehr anbrennen und sich das Ticket nach Brasilien nicht aus den Händen reißen.

Rumänien – Griechenland 1:1 (0:1) – Hinspiel 1:3

Tore: 0:1 Mitroglou (22.), 1:1 Torosidis (55./ET)

Griechenland hat seine dritte WM-Teilnahme perfekt gemacht. Doch zu Beginn des Rückspiels in Bukarest drückten die Rumänen die Gäste tief in die eigene Hälfte, bissen sich aber schon früh die Zähne an der gewohnt starken griechischen Abwehr aus. Die Gäste wussten dagegen mit Ruhe, Ballkontrolle und Effektivität zu glänzen und erzielten prompt mit der ersten großen Chance den Führungstreffer, als Torjäger Konstantinos Mitroglou den Ball freistehen vor Ciprian Tatarusanu zur Führung traf. Rumänien war vor über 55.000 Zuschauer in Bukarest zwar bemüht, aber es fehlten die spielerischen Mittel. Nach dem Wechsel warfen die Hausherren alles nach vorne und wurden ausgerechnet durch ein spektakuläres Eigentor von Vasilis Torosidis belohnt, der den Ball am Strafraum sehenswert in den eigenen Winkel jagte. Rumänien drängte weiter, doch das griechische Bollwerk hielt den immer hektischer werdenden Angriffen stand und so werden wir Griechenland verdientermaßen bei der WM 2014 sehen.

Foto © Илья Хохлов_Ilya Khokhlov_Ilja Chochł / Wikipedia

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